FOTO-Blog

Fotografie Frank Mühlhausen

Oktober 2020 LEICA

Leica Q2

Back to the roots? Nach vielen Jahren Fotografie mit Nikon zurück zu einer Kamera, die man „immer dabei haben kann“ und die die wesentlichen Einstellungen der Fotografie (ISO, Blende, Zeit) – gekoppelt mit einer hochwertigen Optik – ermöglicht…. Ich habe mich lange gewehrt, eine zweite Marke mit unterschiedlichem Bedienkonzept zu nehmen. Wenn es schnell gehen muss, ist es sinnvoll, sich „blind“ zurecht zu finden. Trotzdem eine Leica – mal sehen, ob das ,mit der schnellen Bedienung und dem Wechsel zwischen Nikon und Leica so klappt. Aber das „Will haben-Gefühl“ war im unmittelbaren Kontakt zu dieser leichten „Immer-dabei-Kamera“ zu groß.

Das ist hier kein Review über die Q2 und auch kein technischer Beitrag – über die Q2 findet ihr genug Informationen im „Netz“.

Die Kamera macht einen extrem wertigen Eindruck und ist auch für einen „Nikon-Gewohnten“ nach kurzer Eingewöhnung gut zu bedienen. Für mich wichtig beim „Cusomizing“: ein Schnellzugriff für die Belichtungskorrektur (habe ich auf die FN-Taste in Verbindung mit dem Einstellrad rechts gelegt) und der Back Button Autofocus (den bin ich einfach von Nikon her gewöhnt). Nach einigem Suchen und Googeln dann die Lösung: auf den „Zoom/Lock“-Button legen – funktioniert prima!

Mit der Q2 hat man eine Kamera, deren Optik ohne Diskussion einfach nur „erhaben“ ist und mit der die Ruhe wieder einkehrt.

Ach ja – und die Vorliebe zu Schwarz/Weiss kommt auch wieder :-))

Pro:

  • Kompakt, nicht auffällig bei Street-Fotografie
  • Leistungsstark (Bildqualität sehr gut, Autofokus schnell und zuverlässig, Display und EVF prima)
  • Tolle Haptik, bringt Spaß an der Fotografie
  • Makro am Objektiv mit einfacher Drehung aktivierbar
  • Summilux-Optik ab Blende 1.7
  • Wertige Verarbeitung
  • Klare Menustruktur – einleuchtend, selbsterklärend
  • Funktionstasten belegbar
  • Insgesamt: eine Kamera, die man – wenn man sie in die Hand bekommen hat – nicht mehr loslassen will

Kontra:

  • Preis
  • Keine Wechseloptik
  • Akku mit deutlich begrenzter „Laufzeit“…man sollte also Reserve dabei haben…

Oktober 2020 – Landscape am Randecker Maar

20.Oktober 2020

Landscape geht mit der „Kleinen“ auch :-)) Bei schwierigen Sichtsituationen (großer Kontrastumfang wie bei Sonnenaufgang) und hohen ISO-Werten habe ich mit der Belichtung meine Schwierigkeiten, im Vergleich zur Spiegelreflex von Nikon lassen sich Tiefen nicht so einfach in LR „hochziehen“… Update: inzwischen habe ich gemerkt, dass man Leica und Nikon bei der Belichtung unterschiedlich handhaben muss……. konkret: bei hohen Motivkontrasten geht es bei Nikon gut, auf die Lichter zu belichten und hinterher die Tiefen „hochzuziehen“. Bei Leica klappt es besser, neutral zu belichten, hinterher die Belichtung in LR zurückzunehmen und dann ggf. die Tiefen hochzuziehen….. alles klar? Einfach testen :-)))

Oktober 2020 LEICA SL2

Die SL2 spielt in der gleichen Liga wie die z.B die Nikon Z7.

Von der Bedienung her gilt: Leica ist Leica…. d.h die Bedienung der SL2 gestaltet sich ähnlich wie die der Q2 (oder anders herum). Wer eine angefasst hat, findet sich in der anderen schnell zurecht. Mehr belegbare Funktionstasten erleichtern gegenüber der Q2 die „Arbeit“ – auch hier gilt: Lange die Funktionstaste drücken und sofort kann man aus eine Funktionsliste auswählen. Praktisch und einleuchtend!

Um das ähnlich wie bei meinen Nikon-Voreinstellungen zu gestalten (wer stellt sich schon gern um, wenn er schnell in die Tasten greifen muss?), habe ich auf die vorderen Tasten den AF-Modus und die Belichtungsmessung in den Schnellzugriff gelegt.

Oben auf dem Gehäuse habe ich beide Tasten mit Belichtungskorrektur und ISO, die eigentliche FN-Taste an der Rückseite ist meistens mit der Umschaltung von Einel-auf Serienbildfunktionen (bei mir) belegt.

Das Daumen-Einstellrad für die Blende, das obere Rad für Verschlusszeit und im Modus MF den Joystick bei Druck auf Autofokus continuous… damit komme ICH am besten klar.

Etwas gewöhnungsbedürftig (oder eben anders …) ist der On/off-Schalter links an der Rückseite …!

Pro:

  • Wertig, solide verarbeitet
  • Objektive super
  • Einleuchtendes, gutes Bedienkonzept, fast selbsterklärend….
  • Bildschirm und EVF sehr gut
  • Funktionstasten gut (für mich) belegbar und absolut ausreichend
  • Tolle Bildqualität
  • Tolle Stabilisierung (IBIS und Objektiv)
  • Auch hier gilt: die Kamera macht einfach viel Spaß und ist zwar schwerer als die Konkurrenz (z.B von Nikon die Z6/Z7), aber für mich liegt sie gut in der Hand und ich mag ein bisschen mehr an Umfang und Gewicht…

Kontra:

  • wofür ist sie eigentlich nicht gedacht? Wenn es auf Schnelligkeit (Action, Wildlife) und hohe Brennweite ankommt, ist sie nicht meine erste Wahl. Brennweiten ab 300 mm stehen von Leica nicht zur Verfügung! Für Action/Wildlife und Brennweiten ab 300 mm bleibt Nikon mein Favorit…
  • Akkulaufzeit relativ kurz
  • Preis (??), eigentlich für die Leistung und Qualität nicht zu hoch, aber im Vergleich zur Konkurrenz doch sehr weit entfernt… das gilt auch für die Objektive
  • Kein High-ISO-Gerät

Zur Bildqualität: Auch hier gibt es genug „professionelle Tests“ im Netz – mein schneller Eindruck: hat man sich an die Bedienung (schnell) gewöhnt, sind die Bilder mit dem 24-90 Vario Elmarit 2.8-4.0 der SL-Serie aus meiner Sicht einfach nur gut… subjektiv: Nikon macht tolle, klare Bilder – für meinen Begriff zu „neutral / perfekt“. Leica sieht einfach anders aus, ohne wirklich den Unterschied beschreiben zu können. Man mag und liebt es oder eben auch nicht – keiner muss schliesslich Leica nehmen :-))

Das Problem bei Landscape: eigentlich braucht es auch ein 16-…. Objektiv, der erste „Termin“ am Randecker Maar war aber ausschließlich mit dem 24-90….

Der Unterschied beim Betrachten ist groß, hier ein Vergleich:

24-90 mm (Leica)
16-36 mm (Nikon)

Oktober/November 2020 Nikon mit dem 14-24 Z /2.8

Weitwinkel…. mit dem 14-24 / 2.8 für F-Mount habe ich lange geliebäugelt, aber es dann nicht in meine Tasche aufgenommen… Das 16-35/4 war deutlich preiswerter, aber wesentlich war für mich darüber hinaus, dass das 14-24/2.8 durch die hervorstehende Linse nicht ganz einfach zu handhaben war / ist… Insbesondere, was die Verwendung von Filtern angeht.

Ganz anders das 14-24/2.8 der Z-Serie – das Objektiv macht einen guten Eindruck, ist mit einer zusätzlichen größeren Sonnenblende ausgestattet und erlaubt damit die Verwendung auch von Schraubfiltern! Die Linse steht nicht so weit vor – die Handhabung ist super! Schneller Autofocus mit der Z7….

Z7 mit dem Z 14-24/2.8 und der „normalen Sonnenblende“

und hier ein paar erste Aufnahmen mit der Kombi:

November 2020 Randecker Maar im Sonnenaufgang…

Zur frühen Stunde am Randecker Maar – diesmal gab es für den Frühaufsteher wieder reichlich Wolkenmalerei sowie einen Sonnenaufgang hinter einem Baum… sieht aus, als ob der Baum brennt.

Der Wind ist dort immer zuhause – d.h bei nahe Null Grad am Morgen mehrere Schichten übereinander tragen und hoffen, dass einem die Finger beim Fotografieren nicht abfrieren.

Brennender Baum? Nur Sonnenaufgang :-)) Leica SL2 mit 24-90
Ein einsamer Stern…

November 2020

Die Entscheidung (für mich….) ist gefallen – die Nikon Z-Serie verlässt endgültig meine Fototasche. Es ist NICHT ein Thema der Technik oder der Leistungsmerkmale… die Z-Serie ist gut, über die Leistung gibt’s nichts herumzumäkeln….

Aber: eine Kamera muss für mich einfach zu mir passen, wenn ich sie in die Hand nehme. Das ist uneingeschränkt mit Nikon bisher der Fall gewesen! Ich war und bin begeistert, wenn ich eine D850 oder D5 in die Hand nehme – alles ist richtig und schnell im Zugriff, mit den Kamera-Bodies kannst du im Zweifel einen Nagel einschlagen… einfach robust und ein präzises Werkzeug für seine Zielgruppe!

Das Gefühl hat sich bei mir nicht auf die Z-Serie übertragen lassen. Mit der Z6 habe ich versucht, bei Nikon zu bleiben und eine „leichte Alternative“ beim Bergwandern zur Spiegelreflex in der Tasche zu haben – aus meiner Sicht die erste Enttäuschung. Der FTZ-Adapter „frisst“ Autofokuszeit, d.h bevor ich scharfgestellt habe, sind die Tiere regelmäßig weg :-((

Also für alles andere als Wildlife die Z-Serie? So gut sie ist, so wenig bekomme ich bei ihr das „ich will sie anfassen und gute Bilder machen“- Gefühl! Schade, denn eigentlich wollte ich bei Nikon und einer Marke bleiben….

Als ich die erste Leica in die Hand genommen habe, war unabhängig jeder technischen Diskussion das Gefühl „die will ich in den Händen halten“ wieder da – und wie!!

Also „schweren Herzens“ … in dem Fall weg von Nikon mit der Z-Serie und weiter hin zu Leica.

Die Kombination heisst jetzt:

  • Nikon Spiegelreflex für Action / Wildlife (wenn es schnell gehen muss…)
  • Leica für bewußte Aufnahmen (Landscape, Porträt, Street…..)

Ob ich damit glücklich werde? Es fühlt sich richtig an, aber wissen tut man es erst hinterher… 🙂

Sollte Nikon mal die Z8/9 rausbringen – Nikonrumors kündigt das für Ende 2021 an – komme ich bestimmt nochmal ins Grübeln… das könnte als „Profi-Spiegellose“ die Ablösung für die Nikon-Spiegelreflexkameras bringen…vorausgesetzt, der Autofokus und die Handhabung sind entsprechend.

Schwarz/Weiss in der Landschaft

Aufbau der Technik am Randecker Maar – diesmal bei Nebel…feucht und kalt!

Wie wirkt schwarz/weiß in der Landschaftsfotografie? Wie kann ich selbst bei Landschaft in S/W denken bei einer Aufnahme? Eine Hilfe ist, dass man in beiden Leicas S/W für die JPEG einstellen kann und sein Bild im Sucher bereits S/W sieht. Die meisten Bilder sind trotzdem mit der „normalen“ Farbeinstellung gemacht… Ein Thema, dem ich mich in nächster Zeit gern widmen will… S/W wiederentdeckten / auffrischen und mit der Landschaftsfotografie verknüpfen – mit dabei: die Q2 und die SL2 (mit dem 16-36 Super Vario Elmar. Dabei auch gleich ein Test, wie gut Gegenlichtaufnahmen möglich sind – Lensflares lassen grüssen :-))

Ich schleife im Tilopa F-Stop an so einem „Wandertag“ mit:

-die D850 mit Tele (falls mir doch Tiere begegnen….oder ich die Alpen mit dem Tele ranholen muss)

-die Q2 / M und auch die SL2 meist um den Hals….

Das Gewicht wird als Training betrachtet – solange es noch geht :-))

Bilder? Im Menu unter Project: LEICA SHOOTING LANDSCAPE B/W

Aufgenommen alles im DNG, also farbig… S/W hat aber seinen eigenen Look… kann süchtig machen wie auch bei diesem Beispiel:

oder hier:

Die Himmelsblume (SL2, 24-90)

Leica M im Praxistest…

Ist die Leica M eine Kamera, mit deren schon fast altmodischen Leistungsmerkmalen man sich anfreunden kann?

Messsucher – etwas, was viele aus der eigenen Erfahrung nicht mehr kennen. Da muss auch ich lange zurückblicken, bis ich bei meiner ersten Voigtländer Ultramaric CS mit Zeiss-Optik angelangt bin. Auch eine Olympus RC bzw. OM hatte das früher…. Da war doch was – alles vor dem Autofokus und der Schnelligkeit :-))

Mit der Leica M soll es direkt in die „Entschleunigung“ in der Fotografie gehen – stimmt das? Kommt man mit dem Messsucher überhaupt zurecht?

Von der Größe her in etwa mit der Q2 vergleichbar, bietet die „M“ das Gefühl der Vergangenheit auf hohem Niveau in der Digitalfotografie.

Die M10R – R wie Resolution – mit den 40+ Megapixeln. Das angebrachte Summilux 1.4 /50 wirkt deutlich zierlicher als das Objektiv der Q2.

Also zurück zur Frage: geht das (noch) mit dem Messsucher? Ja – es geht! Gewöhnungsbedürftig, aber nach ein paar Probeschüssen steht fest: funktioniert! Zusätzlich gibt es bei Motiven, denen es an der Messsucherfähigkeit mangelt, ja noch Live-View mit Fokus-Peaking (na ja, will man ja eigentlich nicht, wenn man mit einer M umgeht, ist aber manchmal ganz hilfreich :-)). Geht auch „Schnappschuss“? Ja – man stellt einfach mit der Entfernungsskala eine geeignete Blende ein (z.B Blende 8) und stellt die „Unendlichanzeige“ der Entfernungsskala am Objektiv auf die Bl.8 Marke…. Die Nahfokusgrenze liegt dann zwischen 1 und 1,5 m.

Jetzt noch ISO-Automatik und eine geeignete Verschlusszeit eingestellt und dann für „Schnappschüsse“ einfach Kamera hoch und Abdrücken (sofern das begehrte Objekt nicht näher als 1-1,5m ist).

Achtung: keine Bildstabilisierung, also deutlich kürzere Belichtungszeiten als in der Q2 oder SL2 – aber auch damit kann man arbeiten!

Der Eindruck von Haptik und Wertigkeit ist wie bei den anderen Leica-Modellen (das muss man einfach mal in der Hand gehalten haben), der Preis ist allerdings nochmal deutlich über dem der SL2 oder Q2. Ok, viel Messsuchermechanik etc und Made in Germany – aber das ist schon die Spitze des Eisbergs…..

Das „Will-haben“-Gefühl ist mindestens so stark wie bei den anderen Modellen – vielleicht für einen Oldtimer wie mich noch etwas stärker (ja, das waren noch Zeiten ohne Autofokus). Es macht einfach eine Menge Spaß, mit der M auf Tour zu gehen. An die Eigenheiten kann/muss man sich gewöhnen – so z.B ein schneller Schuss durch den Messsucher und anschliessend festgestellt, dass ja die Belichtung völlig daneben ist, weil alles so schön hell erschien :-)) Also: langsam und bewußt fotografiert – ganz wie es die Fans dieser Kamera bereits verkündet haben.

Die Bildqualität ist auf hohem Niveau, eine Action-Cam ist das nicht und das soll sie auch nicht sein!

Fazit: Anfassen, dann will man nicht mehr von ihr lassen…. akute Gefahr!

Urban (Street) in COrona-Zeiten…

Stimmung trüb, Wetter düster…. das färbt auch auf die Fotos ab… Jedenfalls bei mir.

Wenn ich die Bilder von heute (Ende Dezember) sichte, stelle ich fest, dass viele eher „trübe Stimmung signalisieren“.

Na – das wird auch wieder anders! Unterwegs mit der „M“ und 24 mm Brennweite…

Der Winter ist in der Stadt angekommen…